รber mehr als drei Jahrzehnte unterlag der โAusweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes im Krisen- und Verteidigungsfall zur Wahrung von deren Funktionstรผchtigkeitโ (AdVB) unter den Weinbergen des Ahrtals, der hรถchsten Geheimhaltungsstufe innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Gleichzeitig war er das teuerste je in Deutschland entstandene Einzelbauwerk.
Autor Christoph Bach zeichnet die historische Entwicklung der Regierungsstadt mit eigenem Plenarsaal nach, deren Anfรคnge bis in die Zeit des I. Weltkriegs zurรผck reichen. In zwei Tunneln einer unvollendeten Gรผterzugstrecke der Deutschen Reichsbahn begannen 1958 die Vorbereitungen fรผr den Bau des Bunkers fรผr die Bonner Bundesregierung in der Zeit des โKalten Kriegesโ. Bekannte Bundespolitiker wie Ludwig Erhard, Annemarie Renger und Helmut Schmidt haben den AdVB selbst erlebt. Ab 1935 betrieb der NS-Staat hier die grรถรte Champignon-Zucht Deutschlands. 1944 dienten die Tunnel, als Auรenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, einer Produktionsstรคtte zur Montage mobiler Abschussrampen von V2-Fernlenkwaffen des Konstrukteurs Wernher von Braun. 1997 gab die Bundesregierung die โDienststelle Marienthalโ vollstรคndig auf.
Seit dem 1. Mรคrz 2008 sind insgesamt 203 Meter des Bauwerks als โDokumentationsstรคtte Regierungsbunkerโ im Kuxberg der รffentlichkeit zugรคnglich.
Erschienen im Gaasterland Verlag
von Heinz Schรถnewald
80 Seiten, 21 x 13,5 cm, Broschur, 62 Abbildungen
ISBN 978-3-935873-74-1


